Das Johann-Vanotti-Gymnasium Ehingen ermöglicht den SchülerInnen der Klassen 9-10 im Schulprofil Spanisch einen zwei- bis dreimonatigen Auslandsaufenthalt an privaten Landesschulen in Argentinien (Instituto Ballester, Buenos Aires), Peru (Max Uhle-Schule, Arequipa) und Ecuador (Colegio Alemán Stiehle, Cuenca). Koordinatorin für den Austausch mit Lateinamerika ist Frau Glunk.


Der weitgehend kostenneutrale Austausch (Unterhalt und Verpflegung tragen jeweils die Familien) findet für die Ehinger Schüler zwischen Pfingsten und Ende August, für die lateinamerikanischen Schüler zwischen Dezember und Mai statt.

Der Erwerb wichtiger interkultureller und sprachlicher Kompetenzen im direkten familiären und schulischen Betreuungssystem ist das wünschenswerte Ziel.


Die Schüler und Schülerinnen leben in den Gastfamilien und nehmen an allen familiären und schulischen Aktivitäten teil. Dabei wenden sie die Zielsprache Spanisch/Deutsch aktiv an und lernen sich in ihr in Alltagssituationen auszudrücken. Die Fremdsprache als authentisches Kommunikationsmittel zu erleben und das eigene Sprachvermögen auch passiv zu erweitern ist enorm motivierend und positiv für den weiteren schulischen Erfolg.

Mamá und Papá sind in Lateinamerika meist mehr als nur eine konventionelle Anrede, sie sind Ausdruck von gelebter Herzlichkeit und Wärme. In Deutschland erfahren die „latinos“ umgekehrt, dass hartnäckige Klischees ein begrenztes Haltbarkeitsdatum aufweisen. Es entwickeln sich oft intensive und langanhaltende Beziehungen.

Alle drei deutschen Auslandsschulen sind in ihren jeweiligen Ländern als Orte der Begegnung und des interkulturellen Dialogs im deutschen Auslandsschulwesen verankert. Es sind vom deutschen Staat geförderte Schulen, an denen auch vermittelte Lehrer aus dem Inlandsschuldienst für eine bestimmte Zeit arbeiten. Die Begegnung mit Gesellschaft und Kultur des Gastlandes Deutschland, vor allem über den Erwerb der deutschen Sprache, zu dessen Erfolg ein Auslandsaufenthalt entscheidend beiträgt, ermöglicht es jungen Menschen aus Lateinamerika in Deutschland zu studieren und zu arbeiten.


Ehinger Schülerinnen und Schüler erhalten in entscheidenden Jahren ihrer persönlichen Entwicklung prägende Erfahrungen außerhalb der vertrauten Welt ihrer Familie und Freunde. Offenheit, Toleranz, Konfliktbereitschaft und Verantwortung für sich selbst, aber auch für andere, sind wichtige soziale Kompetenzen, die in kleinen Häppchen tagtäglich im Alltag erworben und eingeübt werden können. Ein echter Gewinn für alle beteiligten Austauschpartner.