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Exkursion 8b


Betriebsbesichtigung der Klasse 8b

Am 11.7. machten wir einen kleinen Ausflug ins Industriegebiet. Da wir zur Zeit in Gemeinschaftskunde das Thema Wirtschaft haben, organisierte unser Lehrer Herr Dr. Gawatz eine Besichtigung der Firma „Tries“. Wir sollten einen Betrieb auch mal von ihnen sehen und die einzelnen Bereiche bzw. Funktionen (Beschaffung, Produktion, Absatz, Verwaltung, Marketing usw.) kennen lernen. Zu Beginn der zweiten Schulstunde holte uns Herr Gawatz ab. Ungefähr eine dreiviertel Stunde später kamen wir bei „Tries“ an. Dort teilte man uns in zwei Gruppen ein mit jeweils einem Leiter, der uns den Betrieb zeigte.

Bei dem Betriebsrundgang wurden uns zuerst die Hydraulikteile vorgestellt, die in der Firma produziert werden. Der Betrieb fertigt Ventile, so genannte Steuerblöcke und auch Steuerknüppel für Baukräne, Bagger, Pisten-Bullys usw. In der Firma gibt es verschiedene Abteilungen, unter anderem eine Schweißerei, eine Ausbildungsstelle für Azubis und eine Stelle für Qualitätskontrolle, die wir zuerst besichtigt haben. Danach sahen wir uns die größte Halle, die Fertigung, an. Hier standen alle Maschinen und man erklärte uns deren Funktionen. Wir sahen sehr viele computergesteuerte Maschinen (CNC-Maschinen), die z.B. Metallblöcke auf eine bestimmte Größe fräsen, Löcher bohren, Gewinde schneiden usw. Das geschieht alles vollautomatisch. Man gibt die Teile hinein und das fertige Produkt kommt nach einer ganzen Weile heraus. Teilweise arbeiten die Maschinen auch am Sonntag. Die größte Arbeit ist die Programmierung der CNC-Maschinen und die Bestückung mit den notwendigen Werkzeugen (z.B. Bohrern).
Nach der Besichtigung trafen wir uns alle in der Kantine wieder, wo wir mit Apfelsaft und Brezeln versorgt wurden. Schließlich kam auch noch der Inhaber und Geschäftsführer Herr Tries hinzu und beantwortete unsere Fragen, die wir zum Teil vorher vorbereitet hatten.
1964 wurde die Firma „Tries“ in Form eine Ingenieurbüros gegründet. Damals hatte Herr Tries nur einen Mitarbeiter und zwar sich selbst. Bereits 18 Jahre später hatte er schon 30 Mitarbeiter und musste auf ein neues Werksgelände ziehen. Inzwischen ist Tries zu einem der führenden Hydraulikteilehersteller geworden und beschäftigt nun 121 Mitarbeiter. Der wichtigste Kunde des Familienunternehmens ist Liebherr. Zusätzlich erfuhren wir, dass von 128 Mitarbeitern 84,4 % (also 108) Männer sind und nur 15,6 % (also 20) Frauen. Das kommt wohl daher, dass Männer sich mehr für den Technikbereich interessieren. Denn fast alle Frauen sind in der Verwaltung beschäftigt, obwohl es kaum Tätigkeiten in der Fertigung gibt, bei denen man z.B. sehr schwer heben muss. Es gibt 5 Mechanikelektroniker, 4 technische Zeichner, 7 Industriekaufleute, 6 Ingenieure, 2 Betriebs- bzw. Fachwirte, 5 Meister und 58 Industriemechaniker. Vergleichsweise viele der Beschäftigten, nämlich 15,6%, sind Azubis.
Es war für uns besonders interessant, dass bei Tries ca. 15 % der Mitarbeiter ein Studium als Ingenieur oder Betriebswirtschaftler abgeschlossen haben. Die meisten, die bei Tries arbeiten, haben eine Ausbildung gemacht. Diejenigen, die dort eine Ausbildung gemacht haben, werden fast immer auch übernommen. Gymnasiasten könnten in dieser Firma also z.B. als Ingenieur arbeiten und beim Konstruieren von Maschinen bzw. Maschinenteilen tätig sein. Als Betriebswirte können sie auch im kaufmännischen Bereich, im Verkauf und Einkauf oder im Marketing tätig sein. Wer nicht studieren will, kann dort eine Ausbildung machen. Gymnasiasten haben also gute Chancen bei Tries zu arbeiten.
Wir fanden den Betriebsausflug sehr interessant und manche Sachen haben uns auch überrascht. So haben einige nicht damit gerechnet, dass es im Betrieb so laut sein kann. Zu guter Letzt kamen wir um ca. 12 Uhr wieder an der Schule an.