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Exkursion 5d kibum


Die Klasse 5d am 04. Dezember 2007 auf der
 
 
in Ulm
 
bei dem Geschichtenerzähler Rafik Schami
 
Als wir mit dem Zug nach Ulm fuhren, waren alle ganz aufgeregt, selbst Frau Müller und Frau Senft hatten ihre Bedenken. Angekommen an dem Weihnachtsmarkt strömten alle in verschiedene Richtungen, die einen zu den Süßigkeiten, die anderen kauften Geschenke. Treffpunkt war das Ulmer Münster. Pünktlich waren alle da.
Zusammen liefen wir dann zur Kibum (Kinderbuchmesse). Der Autor Rafik Schami erzählte uns seine Geschichten spannend und beschrieb die einzelnen Dinge sehr genau. Durch seine gute Fantasie konnten sich alle in die Erzählung hineinversetzen. Die ganze Klasse hat sich auch schon eine Lieblingsgeschichte herausgesucht: „Heiße Liebe in Afrika“ lautet der Titel. Am Ende durften noch alle in der Hirschstraße einkaufen gehen. Überpünktlich versammelte sich die ganze Klasse am Hauptbahnhof und wir warteten auf unsere Klassenlehrerinnen. Bei der Rückfahrt saßen viele im Zug auf dem Boden, weil es keine Sitzplätze mehr gab. Es hat alles super geklappt und wir werden dank der Zufriedenheit der Lehrerinnen solche Studienfahrten hoffentlich öfters machen.
 
Jana Spitzmüller und Julia Blumenthal
 
 

Rafik Schami

 
Eine heiße Liebe in Afrika
- Bobo und Susu -
 
 
 
 
 
Die vollständige Geschichte könnt ihr nachlesen in Rafik Schamis Buch
„Der Kameltreiber von Heidelberg“, erschienen im Hanser Verlag.
 
Herr Schami hat uns den Beginn der Geschichte ganz zauberhaft erzählt.
Wir geben hier nur einen kurzen Überblick:
 
Bobo, ein Elefant, der bei den Rennen seiner Gruppe immer der letzte ist, nämlich die Nummer 12, verliebt sich in Susu, eine Maus, die gut erzählen kann. Bei ihr ist er bald die Nummer 1, aber natürlich gibt es Schwierigkeiten und manchmal auch ein bisschen Streit wegen der großen Unterschiede.
Deshalb nimmt Bobo den Rat des Elefanten-Ältesten an und sucht die Zauberblume auf, bei der jedes Tier einmal im Leben einen Wunsch frei hat, aber nur ein einziges Mal ...
 
(Die Lösung von Rafik Schami findet ihr unter den Weitererzählungen.)
 
 
Weitererzählungen
(in der Reihenfolge des Eingangs)
 
[...]
Bobo rannte und rannte. Er rannte durch hohes Gras und durch tiefe Wälder und kam erst an, als die Abendsonne schon zum 4. Mal untergegangen war.
Der Dschungel war dunkel und leise, nur an einer Stelle konnte man Stimmen hören. Bobo schlich sich heran. Irgendwo zirpte eine Grille. Vorsichtig lugte Bobo hinter einem Baumstamm hervor. Da war sie, die Blume. Sie gab sehr viel Licht und viele Tiere standen in einer Reihe hinter ihr.
 
Plötzlich machte es „Puff” und ein Wildschwein wurde eine Biene. Kurze Zeit später machte es „Paff” und ein altes Schildkrötenpärchen küsste sich.
 
Als Bobo an der Reihe war, graute schon der Morgen. Er schlang seinen Rüssel um den Stiel der Blume und wünschte sich: „Liebe Blume, ich wünsche mir, dass Susu und ich unzertrennlich sind!"
 
Er zog seinen Rüssel zu sich zurück und wartete. Die Blume schüttelte sich und dann rieselte ganz feiner glitzernder Staub auf den noch etwas nassen Waldboden. Das sollte heißen, dass der Wunsch in Erfüllung gegangen war.
 
Die Sonne ging auf und das Licht der Blume erlosch. Bobo hüpfte vor Freude, weil er jetzt keine Angst mehr haben musste, dass Susu ihn verlassen wollte.
 
Plötzlich hörte er jemanden mit einer piepsigen Stimme schreien: „Stopp! Du weckst ja alle Tiere auf, die ausschlafen wollen.” Bobo schaute zu Boden. Vor ihm saß ein winziges Eichhörnchen. Dann drehte Bobo sich um. Wildschweine, Hasen, Vögel, Mäuse, ein alter Uhu, ein Reh und viele andere Waldbewohner hatten einen Kreis um ihn gebildet.
 
Bobo erzählte ihnen die Geschichte und auch, warum er sich so freute. Außerdem entschuldigte er sich dabei mindestens 50mal, bis das Eichhörnchen etwas freundlicher zu ihm hinaufpiepste: „Okay, du kannst gehen, aber leise!” Wie auf Samtpfoten schlich sich Bobo davon. „Jetzt aber schnell zu Susu”, dachte er.
 
Als er dann endlich vor ihrem Mauseloch stand, war er so aufgeregt, dass Susu erst einmal sagen musste, dass er nicht so zappeln, sondern ganz langsam erzählen solle. Bobo berichtete auch ihr, wie er zur Blume gegangen war, was er sich gewünscht hatte und das mit den Waldbewohnern. „Ab jetzt brauchen wir uns nie wieder Sorgen zu machen, dass einer von uns weggeht! Ab jetzt sind wir unzertrennlich!”, lächelte Bobo seine Freundin Susu an.
von Rebecca
 
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[...]
Bobo rannte und rannte. Als er den Wald erreicht hatte, liefen alle Tiere vor ihm davon. Somit war Bobo allein und konnte den Wald gut überblicken. Plötzlich entdeckte er eine blau-violette Blume, die es nur einmal im Wald gab - so wie er es sah. Er umkringelte die Blume mit dem Rüssel. “Hoffentlich, hoffentlich werde ich so klein wie eine Maus!”, dachte sich Bobo. “Dann hätte ich eine nicht ganz so dicke Haut, und ich könnte die Küsse von Susu besser spüren. Und ich hätte nicht so viele Probleme mit ihr und ihrer Kleinheit.”
 
Als Bobo die Augen aufschlug, waren die Grashalme wie grüne, gebogene Hochhäuser. Jedes Blatt auf dem Boden schien ihm wie eine Höhle. Jetzt war aber keine Zeit mehr zu verlieren. Er hatte es sich schöner vorgestellt, ein kleinerer Elefant zu sein! Der Heimweg schien ihm endlos und er hatte fürchterlich Hunger. Die grünen, saftigen Blätter hingen viel zu weit oben, und die Melonen, die gut verstreut auf dem Boden lagen, konnte er nicht mehr zerstampfen. Ja, Bobo war jetzt klein, das merkte er. Aber die Hauptsache war, dass er jetzt zu Susu ins Mauseloch schlüpfen konnte.
 
Plötzlich kam ihm ein wahrer Geistesblitz: Er konnte mit Susu dann ja die Nüsse teilen. Nüsse! Vielleicht fand er ja ein paar. Susu war ja auch so klein und konnte die Nüsse aufmachen, um an das genüssliche Innere zu kommen. Bobo ging suchend umher, aber er fand nichts. Doch jetzt war es Zeit weiter zu laufen.
 
Als er Susus Mauseloch von gefunden hatte, rief er hinein: “Susu, Susu, wo bist du?” Sofort guckte eine Maus aus dem Loch. Es war aber nicht Susu. “Was suchst du hier? Mach, dass du Land gewinnst! Oh! - Du bist doch wohl kein Mäuserich. Und außerdem, wie siehst du denn aus?“ Dieser schreckliche Rüssel!”, zischte sie.
 
Bobo erschrak fürchterlich. Hässlich? Er war doch nicht hässlich! Wenn aber doch? Vielleicht gefiel er Susu dann nicht mehr!.
 
Aber er fragte trotzdem: “Entschuldigung, ist Susu denn nicht da?”
“Nein!”, brummte die grässliche Stimme der Maus, und damit verschwand sie.
Wo war Susu dann? Auf einmal piepste eine Stimme: “Suchen Sie mich?” Bobo fiel ein Stein vom Herzen. Endlich, Susu!
“Hallo!”, rief er. “Woher kennen Sie mich?”, fiel ihm die Stimme ins Wort.
“Ich bin es doch, Bobo!”, antwortete er.
“Aber wieso bist du denn so klein?”, fragte die Stimme.
Bobo antwortete ihr: “...Verzaubert! ... Aber jetzt lass uns doch Nüsse essen.”
Susu freute sich sehr, und sie lebten glücklich zusammen!
von Nicolai
 
 
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[..]
Bobo lief im Dschungel genau so, wie es ihm der alte Elefant beschrieben hatte.
Als vier Tage vergangen waren, sah er die Blume. Bobo rannte wie verrückt hin zu ihr. „Ich wünsche mir, dass ich ein kleiner Elefant werde, gerade eben so groß wie eine Maus", stieß er atemlos hervor.
Die Blume sagte: „Dein Wunsch soll in Erfüllung gehen. Aber bedenke, du kannst dich nicht mehr zurückverwandeln.” Und sie erfüllte ihm seinen Herzenswunsch.
Bobo rannte, so schnell er konnte, zurück. Er schaffte es sogar in zwei Tagen, obwohl er so klein war. Sofort rief der kleine Elefant die Maus: „Susu, ich bin es, Bobo! Komm raus aus deinem Haus! Jetzt können wir zusammen tanzen!”
Susu fielen fast die Augen heraus. Was stand da vor ihr? Ein Elefant, so groß wie eine Maus?
Susu fragte: „Bist du es wirklich, Bobo? Was hast du nur angestellt?”
„Aber, aber ...”, flüsterte Bobo, „ich bin dein Bobo. Ich war bei einer Zauberblume und habe mich von ihr nur für dich verwandeln lassen.” Er erzählte ihr alles über den alten Elefanten, die Zauberblume und seinen langen Weg durch den Dschungel.
Susu konnte es gar nicht glauben. Doch nun freute sie sich wie eine Schneekönigin. „Jetzt können wir zusammen Nüsse sammeln, tanzen, feiern und vieles mehr. Ich habe dich sooo sehr vermisst und nun bist du endlich wieder da!”, jubelte Susu. So lebten sie glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende und bekamen fünf süße Elemäuse.
von Naemi
 
 
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[...]
Bobo rannte und rannte, bis er nach einer vier Tage langen Reise erschöpft die Blume erreichte.
„Endlich da!“, schnaufte er. „Das soll die Wunderblume sein? Die ist ja nur so groß wie ein Fliegenschiss! Und dafür renne ich vier Tage lang im Wald herum?“
„Na, gut, dann will ich mal sehen, ob es auch klappt“, sagte er zu sich. Er stellte sich vor die Blume und schloss die Augen. „Ich möchte soo gern eine Maus sein, bitte, liebe Blume, bitte!“ Sternchen blitzten, Funken sprühten und – puff! war Bobo eine klitzekleine Maus. Ihm erschienen die Blume und die Grashalme wie Mammutbäume, die in den Himmel ragen. „Alles sah vorhin viel kleiner aus“, bemerkte er.
Er flitzte, so schnell er konnte, zurück. Dennoch brauchte er vier Wochen, denn er war schließlich kein Elefant mehr. Bobo kam gerade im richtigen Augenblick zum Mauseloch: eine Katze wartete schon gefräßig davor. Frech fragte er: ,,Hallo, kann ich Ihnen behilflich sein?“
Die Katze flüchtete vor Schreck davon. „Jetzt werden sogar die Mäuse verrückt, ich hau ab!“, dachte sie.
Susu aber lachte und fiel ihm stürmisch in die Arme, und so lebten sie glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.
von Clara und Jessica
 
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[...]
Als Bobo endlich nach drei Tagen ankam, sah er die Blume. Sie war blau und rot und funkelte so schön.
Aber Bobo musste noch warten, denn vor ihm standen noch sechs andere Tiere. Das erste Tier war ein Tiger. Es machte auf einmal „bum!“ und aus dem Tiger wurde eine Schlange. Die Schlange kroch an Bobo vorbei. Das nächste Tier war eine Maus, die wurde plötzlich ein Reh. Danach kam eine Biene dran, die wurde ein Wildschwein, als nächstes eine Spinne, die wurde ein Bär. Plötzlich machte es „puffduff!“ und so wurde aus einem Krokodil eine Vogelspinne, dann machte es wieder „puffduff!“ und „bum!“, und so wurde aus einer Ameise ein gefährlicher Löwe.
Jetzt kam endlich Bobo an die Reihe. Er schloss die Augen und wünschte sich: „Bitte, liebe Blume, lass mich eine Maus sein.“ Als er die Augen öffnete, war er so klein wie Susu, nur ein ganz kleines bisschen größer. Die Bäume sahen aus wie Hochhäuser. Das Gras sah aus wie eine riesige aufrecht stehende Schlange.
Er lief und lief. Nach zwei Tagen wurde er müde und legte sich auf ein Blatt, das Blatt war so groß wie ein Bett. Bobo nahm ein anderes Blatt, das kleiner war, und deckte sich zu, so war ihm auch nicht mehr kalt. Er schlief ein.
Als er aufwachte, stand eine Katze vor ihm und meinte: ,,Mir ist was zwischen den Zähnen stecken geblieben, kannst du mal in meinen Mund hineinklettern und nachschauen? Bobo dachte nach, was Susu ihm erzählt hatte über die gemeinen Katzen und schlug vor: „Weißt du was, liebe Katze, wenn du die Augen schließt, dann kann ich besser hineinschlüpfen." Die Katze schloss die Augen und Bobo lief weg, so schnell er nur konnte. Die Katze öffnete die Augen und lief der Maus hinterher. AlsBobo ein Loch sah, sprang er hinein. Die Katze versuchte ihre Pfote in das Loch zu stecken, doch die Pfote war zu dick. Gemütlich schlief Bobo in dem Loch ein, er schlief fünf ganze Stunden lang. Als er aufwachte, war die Katze nicht mehr da. Bobo freute sich, dass die Katze verschwunden war, und sagte zu sich: „Hab’ ich noch mal Glück gehabt!"
Dann lief er wieder los. Nach zwölf Tagen kam er endlich an. Er sah das Loch und schrie, so laut er nur konnte: „Meine liebste Susu, komm heraus, ich bin’s, Bobo!" Susu kam aus dem Loch heraus und fragte: „Bist du es wirklich, Bobo?" Er antwortete: „Ja, ich bin’s, Bobo. Ich war bei der Zauberblume und hab’ mir gewünscht, dass ich eine Maus werde, damit wir jeden Abend tanzen können und Nüsse essen!“ „Ach, Bobo, ich bin ja sooo glücklich!" Susu fiel fast in Ohnmacht vor Freude und Glück. „Bobo, mein kleiner Schatz, ich liebe dich über alles!", flüsterte sie ihm ins linke Öhrchen. Schmatz! – gab sie ihm einen Kuss auf die rechte Wange, schmatz! – auf die linke und schmatz! – auf die Lippen.
Die anderen elf Elefanten fragten sich immer wieder, wie man so verrückt sein kann, sich in eine Maus verwandeln zu lassen. Doch Bobo machte es nichts aus, was sie zu ihm oder über ihn sagten.
Als Mann und Frau lebten Bobo und Susu glücklich und zufrieden und bekamen zwanzig wunderschöne Mäusebabys.
von Julia W.
 
 
 
 
[...]
Bobo schien der Weg zur Wunderblume endlos. Mal rannte er und mal ging er entkräftet weiter durch den tiefen Dschungel. Doch der Gedanke an Susu hielt in auf Trab. Als Bobo dann endlich nach fünf Tagen an dem Wald, in dem sich die Wunderblume befand, ankam, dämmerte es bereits.
Plötzlich erblickte der Elefant durch die Bäume ein helles Licht. Er folgte ihm und kam nach einem kurzen Marsch auf eine Lichtung, auf der sich viele Tiere versammelt hatten.
Bobo stellte sich in die Reihe. Da machte es plötzlich „Wasch!“ und ein mächtiger Tiger wurde zu einem Adler, der in Richtung Berge verschwand. Auf einmal machte es „Wusch!“ und ein dickes Nashorn wurde zu einem Furcht einflößenden Löwen.
So folgten noch viele Verwandlungen, bis schließlich der bunte Papagei, der vor Bobo in der Warteschlange herumgeflattert war, alle seine Farben verlor und schwarz-weiß davonflog. Aber er hatte gar nicht seine Farben verlieren, sondern ein majestätischer Adler werden wollen.
Da dachte Bobo: „Hoffentlich spreche ich deutlich genug, dass die Blume mich auch richtig verwandelt!“
Endlich kam der Elefant an die Reihe. Er schlang seinen Rüssel um die Blume und murmelte: „Ich will ein kleiner Elefant sein!“ Da machte es „Wischiwaschiwuschi!“ und er schlug die Augen zu.
Einen kurzen Augenblick später zog Bobo die Augenlieder nach oben. Alles war verschwommen, aber nach kurzer Zeit sah er wieder normal und er fand sich zwischen schulterhohen Gräsern wieder.
Er musterte seine Umgebung und blickte die zarten Mangos an den Bäumen an, deren saftiges Fleisch Bobo so oft genossen hatte. Sie schienen ihm unerreichbar fern. Auch die großen Bananenstauden und die grünen Blätter hoch oben in den Kronen der schönsten Bäume waren für ihn in weite Ferne gerückt.
 
Ja, er war klein, das wusste er jetzt genau.
 
Als der Morgen anbrach, machte sich Bobo auf den Weg zurück zu Susu. Bobo lief und lief, der Weg wollte aber nicht zu Ende gehen.
Nach einiger Zeit begegnete ihm eine Katze die ihn ansprach: „ Kannst du mir in den Mund kriechen und mir einen Zahn ziehen?“
„Das kann ich nur, wenn du deine Augen schließt!“, meinte Bobo listig und steckte der Katze einen Stock in den Mund. Dann rannte er schnell mit den gestammelten Schimpfwörtern der Katze im Genick davon.
Nun endlich, nach 11 Tagen erst, erreichte Bobo die Lichtung, die er mit Susu bewohnte.
Er rief mit lauter Mini-Elefanten-Stimme: „Susu, liebe, komm doch bitte mal her!“
Sie schlüpfte aus dem Mauseloch, und als Susu den kleinen Bobo sah, rief sie: „Oh, mein lieber Bobo, danke, dass du das für mich getan hast. Ich habe mir schon Sorgen um dich gemacht!“
Da gab sie Bobo einen Kuss, den er endlich auch spürte, und so lebten sie glücklich zusammen bis ans Ende ihrer Tage.
 
 
von Patrick
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Bobo rannte, so schnell er konnte, zu der Blume und genau in zwei Tagen war er da. Vor ihm kamen aber noch ein paar andere Tiere an die Reihe. Ein Löwe verwandelte sich in eine Raupe und – schwups ! – hatte die auch schon ein Vogel gefressen.
Da kam Bobo blitzartig ein Gedanke: “Wenn ich eine Maus werde, habe ich Feinde, nämlich die Katzen. Also verwandle ich mich lieber in eine Katze, denn die haben keine Feinde.“ Außerdem wünschte er sich das schon, seit er ein kleines Elefantenkind war.
Als er dann endlich an die Reihe kam, sah er die Blume in ihrer schönsten Pracht. Sie glühte in verschiedenen Rottönen und überall um sie herum glitzerte Goldstaub. Bobo kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, erst ein paar Minuten später konnte er fragen:
„Womit zauberst du eigentlich?“
„Mit dem Goldstaub hier. Jedem Tier auf der Erde gehört ein Korn von diesem Goldstaub“, flüsterte die Blume.
Da fragte Bobo: „Kannst du mich denn in eine Katze verwandeln?“
Ohne dass die Blume auch nur ein Wort sagte, war er eine graue Katze.
Er lief glücklich nach Hause. Aber diesmal dauerte es drei Tage.
Angekommen an Susus Mauseloch schrie er hinein: „Susu, komm heraus, ich bin es, Bobo.
Susu sprang aus dem Loch und als sie die Katze sah, hörte sie gar nicht mehr auf zu laufen. Bobo schrie hinter ihr her: „Bleib doch stehen, mein Schatz, ich habe dich zum Fressen gern!“ Da lief sie noch schneller als zuvor, bis Bobo sie fast nicht mehr einholen konnte.
Bobo sagte: „Susu, es tut mir leid, dass ich dich so erschreckt habe doch, doch, doch …!!!“ Bobo fing an zu weinen und da erkannte Susu ihn, denn keine Katze auf der Welt würde so kurz, bevor sie eine Maus fängt, stehen bleiben und weinen.
Sie nahm seine Pfote in den Arm und drückte sie fest an sich. „Bobo, was willst du mir denn sagen?“ Doch Bobo bekam noch kein einziges Wort heraus und die beiden liefen erst einmal zu Susus Mauseloch, und dort erzählte er ihr alles: von dem Löwen, der eine Raupe wird, und auch von dem kleinen Elefantenkind Bobo, das so gern eine Katze sein wollte.
Da drückten sie sich fest und verziehen einander dieses dumme Missverständnis. Sie bekamen vier wunderschöne Katzenmäuse und lebten glücklich bis an ihr Lebensende.
 
 
Katzenmäuse
 
sind am Tag Katzen,
denken aber wie eine Maus
und sind in der Nacht Mäuse,
die sich von keiner Katze überlisten lassen.
 
 
 
 
von Julia B.
 
 
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[...]
Die Maus machte sich Sorgen, weil Bobo seit Stunden weg war. Aber inzwischen war Bobo schon im Dschungel tief drinnen und es war Abend. Der Vollmond schien ganz hell am Himmel. Obwohl das Mondlicht so hell schien, konnte Bobo nicht schlafen. Er vernahm immer wieder gruselige Geräusche, die ihm Angst machten. Erst in der Morgendämmerung schlief er dann schließlich ein.
Am Mittag zog der Elefant weiter. Zwei Tage später fand er die rot-orangefarbene Blume und war gottfroh, dass er sein Ziel erreicht hatte. Doch Bobo musste feststellen, dass viele andere Tiere ebenfalls auf der Suche nach der Zauberblume gewesen waren und diese vor ihm gefunden hatten. So musste er sich, um an die Blume heranzukommen, in eine lange Schlange von Tieren stellen.
Auf einmal machte es" Piff, piff, piff!", und plötzlich war der nette Papagei ein furchteinflößender Tiger, der brüllte und brüllte. Kurze Zeit später machte es "Paff, paff, paff!", da war der pinkfarbene Flamingo nicht mehr pink, sondern grün. Darüber freute sich der Flamingo aber keineswegs, weil er gar nicht grün werden wollte. Eigentlich hatte ihm seine Größe nicht gepasst, die Länge seiner Beine und so weiter ...
Da bekam Bobo Angst und dachte: „Ich glaube, ich drehe lieber wieder um. – Nein, ich wage es für Susu, weil ich sie liebe, sonst würde ich umdrehen.“ So wartete er einfach weiter.
Als er endlich dran war, trug er mit fester Stimme vor: ,,Liebe Blume, ich wünsche mir, dass ich ein Mäuserich werde. Bitte, erfüll mir diesen Wunsch!"
„Aber gern! Dafür bin ich ja da. Wenn du dir ganz sicher bist, verwandle ich dich", erwiderte die Zauberblume.
„Ja, ja ,das will ich unbedingt!", antwortete der Elefant. Da machte es plötzlich "Puff, puff, puff!", und als sich Bobo umschaute, waren die Grashalme und auch die Zauberblume viel, viel größer als er selbst.
Es hatte funktioniert. Er war nun ein Mäuserich.
Voller Freude über seine Verwandlung machte er sich sofort auf den Heimweg. Doch schon bald musste er feststellen, dass das Leben einer kleinen Maus viel gefährlicher war als das eines Elefanten.
Abends, als er vom vielen Laufen müde war, legte er sich vor einem Baum im weichen Moos nieder. „Hier will ich mich über Nacht ausruhen, damit ich morgen mit neuer Kraft weiterrennen kann", dachte sich der kleine Bobo.
Kaum hatte er sich hingelegt, da kam plötzlich eine schwarz-weiße Katze hinter einem Busch hervorgerannt und wollte ihn mit ihrer Tatze greifen. Schnell sprang der kleine Mäuserich auf, rannte um den Baum herum und entdeckte zu seinem großen Glück ein kleines Loch im Baumstamm. Er schlüpfte, so weit er konnte, in das Loch hinein. Das war Bobos Rettung, denn die Tatze der Katze reichte nicht weit genug in das Loch hinein um den Mäuserich packen zu können. Zitternd wartete er, bis sich die Katze wieder davonschlich und schlief dann schließlich müde in dem sicheren Versteck ein.
Am darauffolgenden Tag zog Bobo weiter. Er musste noch den ganzen Tag laufen, bis er endlich am Horizont den Hof, auf dem er zuhause war, entdeckte.
Dort angekommen, lief er zu seiner geliebten Susu und rief ins Mäuseloch hinein: ,,Susu, liebe Susu, komm heraus! Ich bin es, Bobo. Ich bin wieder da!"
Blitzschnell kam Susu aus dem Loch heraus. Als sie Bobo sah, blieb sie wie angewurzelt stehen und sagte enttäuscht: „Du bist nicht Bobo, der Elefant!" „Doch, ich bin es. Ich habe mich von einer Zauberblume in einen Mäuserich verwandeln lassen", entgegnete Bobo. ,,Das glaub’ ich nicht. Dann musst du mir schon beweisen, dass du wirklich mein Freund Bobo bist", sagte Susu schließlich.
Da gab ihr Bobo einen Kuss.
„Ein Küsschen geben, das kann jeder. Das beweist noch lange nicht, dass Du wirklich Bobo bist," erwiderte Susu.
Bobo versuchte noch viele andere Sachen, doch er konnte Susu mit nichts überzeugen. Da hatte er plötzlich eine Idee, wie es ihm doch noch gelingen konnte, Susu klar zu machen, dass er es wirklich war. Er rannte auf die große Lichtung zu seinen elf Elefantenfreunden. „Hallo, Freunde, könnt ihr mich erkennen? Ich bin es, euer Freund Bobo", rief er den Elefanten zu. Grefa, der älteste Elefant, erkannte ihn sofort wieder und sagte: „Du hast also die Zauberblume gefunden und sie hat dir deinen Wunsch erfüllt. Aber jetzt erkennt dich wohl Susu nicht mehr wieder."
„Ja, genau! Ihr müsst mir helfen und Susu alles erklären. Vielleicht glaubt sie mir dann," sagte Bobo aufgeregt. Die elf Elefanten liefen mit Bobo zum Hof, doch auch sie konnten Susu nicht davon überzeugen, dass der Mäuserich tatsächlich Bobo war.
Verzweifelt legte sich Bobo auf den Boden Er hatte nicht die geringste Idee mehr. Da trat der älteste Elefant, Grefa, zu ihm und sagte: „Schmeiß’ die Flinte nicht so schnell ins Korn. Überleg’ doch mal: Wie hast du sie immer glücklich gemacht?"
„Na klar, das ist es! Mit Nüssen! Ich hole Nüsse und dann wird sie mir glauben, dass ich es bin" sagte Bobo und sprang voll Freude auf. Er lief, so schnell er konnte, zu dem alten Haselnussbaum auf der Weide. Damit er ein paar Nüsse transportieren konnte, wickelte er sie in ein Blatt ein und das klemmte er zwischen seine Zähne.
Dann rannte er im Eiltempo wieder zu Susu auf den Hof zurück. Er legte das Blatt vor ihr nieder, wickelte es auf und rollte ihr die Nüsse zu. Im selben Moment erkannte Susu ihren Bobo wieder und sprang ihm in die Arme.
,,Bobo, du bist es wirklich!", rief sie überglücklich und gab ihm ein Küsschen auf die Mäusewange. Und das Schönste war, jetzt konnte er es fühlen, weil er ja kein Elefant mehr war.
Von nun an lebten Bobo und Susu glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage zusammen. Sie bekamen viele Kinder. Das Besondere an den Elemauskindern war:
Sie hatten viel größere Ohren als gewöhnliche Mäuse.
von Ann-Kathrin
 
 
Rafik Schami selbst erzählt folgende Lösung:
 
Zwar sind die Unterschiede zwischen dem Elefanten Bobo und der Maus Susu beträchtlich, aber die Liebe ist auf beiden Seiten gleich heiß.
Deshalb lässt Susu sich gleichzeitig und ebenfalls heimlich in eine Elefantin verwandeln. Nun stellt sich das Problem erneut, nur diesmal umgekehrt, spiegelbildlich also.
Die Liebe zwischen beiden erkaltet aber nicht und sie bekommen viele, viele Elemäuse.
 

„Sobald die Sonne untergeht, schrumpfen die Elemäuse zu winzig kleinen Mäusen, die aber die Kraft und den Mut eines Elefanten haben. Sie sausen wie ein Pfeil durch den Wald, keine Katze kann sie fangen, so schnell sind sie. ...“ (Rafik Schami)